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Wissen

Trocken bleiben ist kein Zufall. So funktioniert deine Regenjacke.

Was macht eine Jacke dicht, wie viel Wassersäule brauchst du wirklich und warum wirst du manchmal trotzdem nass? Hier siehst du es im Labor und im Drucktest.

  1. 1Das LaborRöntgenblick in den Stoff
  2. 2Trotzdem nass?Das Experiment zum Ausprobieren
  3. 3Die WassersäuleJacken im Drucktest
  4. 4Häufige FragenKurz beantwortet

Das Labor

Was eine Regenjacke dicht macht

Außen perlt der Regen ab, innen zieht Wärme als Dampf nach draußen. Dazwischen liegt die Membran. Wie die Lagen aufgebaut sind, entscheidet über Gewicht, Gefühl und wie viel Regen die Jacke wegsteckt.

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Von außen

Die Rab Firewall Mountain Jacket in Tempest Blue, eine unserer meistgekauften Jacken mit 3 Lagen. Zoom mit + hinein, wir gehen in den Stoff.

↓ Regen bleibt draußen

↑ Dampf zieht nach außen

Typisch für 3 Lagen

Die Robuste: für lange Touren, Rucksack und Regen über Stunden.

Leicht & klein
Robust
Angenehm auf der Haut

Stark bei Lange Touren, Berg, Dauerregen

Beliebte Jacken mit 3 Lagen:

Das Experiment

Warum werde ich trotzdem nass?

Meist ist es kein Regen, sondern dein eigener Dampf. Stell ein, was du machst und wie es regnet, und schau, was unter der Jacke passiert.

Was machst du?
Wie regnet es?
Deine Jacke

Innen wird es klamm.

Du machst etwas mehr Dampf, als nach draußen kommt. Der Rest schlägt sich innen an der Jacke nieder. Das ist kein Leck, das ist Schweiß.

  • Belüftung öffnen: Reißverschlüsse unter den Armen lassen warme Luft raus.
  • Tempo rausnehmen oder eine Schicht weniger darunter anziehen.

Jacken mit Belüftungsreißverschlüssen:

Vereinfachtes Modell: zeigt das Prinzip, keine Messwerte einzelner Jacken.

Die Wassersäule

Wie viel Druck hält der Stoff?

Die Wassersäule sagt, wie viel Wasserdruck ein Stoff aushält, bevor Wasser durchdrückt. 10.000 mm entsprechen etwa 1 bar, so viel wie eine 10 Meter hohe Wassersäule.

  • Regen von oben drückt nur leicht.
  • Rucksackgurte pressen das Wasser in Schultern und Rücken.
  • Sitzen und Knien auf nassem Boden drücken am stärksten.

Für lange Regentage mit Gepäck lohnt deshalb mehr Reserve.

Wassersäule: Was der Wert wirklich aussagt
Wasserstand0 mmBeispiel: Bergans Urban 2L Shell Coat
010.00020.00030.000Stoffprobe3. Tropfen = Messende
Ein Stück Stoff wird unter einen Zylinder gespannt, Wasser steigt langsam. Sobald unten der dritte Tropfen durchkommt, ist Schluss: Der Wasserstand in Millimetern ist die Wassersäule.

Wie viel halten sie aus?

Tipp auf eine Jacke: Wir zeigen sie dir in der Kaufberatung.

Gut zu wissen

Fragen, die wir oft hören

Wasserdicht oder wasserabweisend: Was ist der Unterschied?

Wasserabweisend heißt, Tropfen perlen an der Oberfläche ab, bis der Stoff irgendwann durchnässt. Wasserdicht heißt, eine Membran oder Beschichtung hält das Wasser auf, und die Nähte sind verklebt. Für echten Regen brauchst du wasserdicht.

Warum bin ich unter der Jacke trotzdem nass?

Meist ist das Schweiß, kein Leck. Bei Anstrengung entsteht mehr Feuchtigkeit, als selbst eine gute Membran nach außen bringt, und sie schlägt sich innen nieder. Tempo rausnehmen, Belüftungsreißverschlüsse öffnen und eine Schicht weniger darunter tragen hilft.

2, 2,5 oder 3 Lagen: Was brauche ich?

Für Stadt und Alltag reichen 2 Lagen mit Futter, sie tragen sich angenehm. 2,5 Lagen sind leicht und passen in jede Tasche, ideal als Jacke für den Notfall. 3 Lagen sind am robustesten, wenn du lange im Regen und mit Rucksack unterwegs bist.

Wie viel Wassersäule ist genug?

Für draußen sind 10.000 mm ein guter Startwert. Mehr Reserve lohnt sich, wenn du stundenlang im Regen gehst, kniest oder einen schweren Rucksack trägst, denn dabei steigt der Druck auf den Stoff. Mehr ist aber nicht automatisch besser: Nähte, Reißverschlüsse und Imprägnierung entscheiden mit.

Wie pflege ich meine Regenjacke?

Wasch sie nach dem Pflegeetikett, am besten mit einem Waschmittel für Funktionskleidung und ohne Weichspüler. Schmutz und Hautfett schwächen die Imprägnierung. Viele Hersteller empfehlen danach etwas Wärme, damit das Wasser wieder abperlt. Was das Etikett deiner Jacke sagt, gilt.

Welche Größe nehme ich?

Die Regenjacke ist die äußerste Schicht, darunter sollte ein Fleece Platz haben. Heb die Arme: Die Ärmel sollten nicht hochrutschen. Achte auf das Größensystem der Marke, einige nutzen britische Größen oder Konfektionsgrößen. Die Größentabelle steht auf jeder Produktseite.

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