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Bergtouren-Saison

Die Hütten sind offen. Die Klettersteige sind trocken. Ausrüstung und Tipps für Tageswanderungen, Klettersteige und Hüttentouren.
Ab Juni öffnen endlich die Alpenvereinshütten, die Schneeschmelze gibt die Klettersteige frei und die Wanderwege ins Hochgebirge werden wieder passierbar. Die Bergtourensaison ist kurz – aber sie hat es in sich. Ob du zum ersten Mal einen Gipfel angehst, eine Nacht auf 2.000 Metern planst oder endlich den Klettersteig in Angriff nimmst, den du schon lange im Kopf hattest: Hier findest du alles, was du dafür brauchst.
Das Wichtigste in Kürze
Tageswanderung: Frühstart vor 8 Uhr, Knöchelschuhe, UV-Schutz, Regenjacke – Gewitter ziehen schnell & heftig auf
Hüttentour: 4–6 Wochen vorher buchen, Hüttenschlafsack und Bargeld nicht vergessen
Klettersteig: Erst Grundkurs, dann losklettern – Y-Set, Gurt, Helm & Handschuhe sind Pflicht
Tageswanderungen
Eine Tageswanderung in den Alpen ist schnell geplant – unterschätzen sollte man sie trotzdem nicht. Der häufigste Fehler: zu spät aufbrechen. Im Sommer solltest du spätestens um 8 Uhr losstarten, damit du vor möglichen alpinen Gewittern am Nachmittag wieder unten bist. Sie entstehen schnell und können gefährlicher sein, als sie zunächst aussehen.
Beim Schuhwerk gilt: Knöchelschutz und griffige Profilsohle (z.B. Vibram) sind auf felsigem oder feuchtem Untergrund in Kombination mit Wandersocken Pflicht. Turnschuhe sind hier keine Option. Ein Rucksack mit 25–30 Litern reicht für einen langen Wandertag – packe Wasser (mindestens 2 Liter), eine zuverlässige Regenjacke, Sonnenschutz, Erste Hilfe und Snacks ein.
Auch Wanderstöcke werden oft unterschätzt: Sie reduzieren die Belastung auf Knie und Hüfte beim Abstieg um bis zu 30 % und geben auf nassem oder losem Untergrund deutlich mehr Stabilität.
Wanderschuhe & Outdoor-Schuhe
Stabile Sohle, guter Halt – für jeden Untergrund den passenden Schuh.
Preise und Verfügbarkeit findest du direkt im Shop.
Produktauswahl im Shop ↗Alles fürs Wandern in den Bergen
Schuhe, Rucksäcke, Stöcke und Bekleidung – das komplette Outdoor-Sortiment.
Zum Outdoor-Sortiment ↗Hüttentour
Wer den Bergsommer voll auskosten will, bricht zu einer mehrtägigen Hüttentour auf. Das bedeutet aber auch: du brauchst mehr Gepäck, läufst mehrere Tage hintereinander und bist auf Infrastruktur im Hochgebirge angewiesen. Das erfordert durchdachte Planung.
Der Rucksack sollte 35–45 Liter fassen, einen stabilen Hüftgurt haben und gut belüftet sein. Was rein muss: Wechselunterwäsche aus Merino (trocknet schnell, riecht nicht), Hüttenschuhe (auf vielen Hütten Pflicht oder zumindest sehr willkommen), ein Hüttenschlafsack (Inlett) und Bargeld – viele Hütten akzeptieren nämlich keine Kartenzahlung.
Im Voraus buchen ist Pflicht, und zwar am Besten so früh wie möglich. Berghütten auf beliebten Touren sind in der Hochsaison (Juli–August) meist schon vier bis sechs Wochen im Voraus ausgebucht. Die Hüttensuche auf Websites wie z.B. alpenverein.de zeigt Verfügbarkeiten und direkte Buchungslinks. Mitglieder des DAV oder ÖAV zahlen hierbei einen deutlich reduzierten Übernachtungspreis – eine Mitgliedschaft lohnt sich bei regelmäßigen Hüttentouren also allemal.
Trekkingrucksäcke
35–45 Liter, Hüftgurt, Rückenbelüftung – für zwei oder mehr Tage in den Bergen.
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Produktauswahl im Shop ↗Klettersteige
Klettersteige machen ungesichertes Felsgelände durch fixierte Stahlseile, Krampen und Leitern sicher begehbar – aber sie nehmen dir nicht die komplette Verantwortung ab. Wer ohne Erfahrung, mit falscher Ausrüstung oder blauäugig an den Fels geht, gefährdet nicht nur sich, sondern auch andere.
Für Einsteiger gilt: erst lernen, dann losklettern. Vor dem ersten Klettersteig steht ein Grundkurs – beim DAV, einer Bergschule oder einem zertifizierten Guide – nicht zur Debatte. Dort lernst du, wie du das Y-Set richtig einsetzt, wie du dich an Zwischensicherungen umklinkst und wie du dich verhältst, wenn es eng wird. Ein A- oder B-Steig danach ist der richtige Einstieg: gut gesichert, klar markiert, oft ab Bergbahn erreichbar.
Für alle, die sich diesen Sommer an einen Klettersteig wagen, ist das Pflicht-Setup nicht verhandelbar: Klettergurt, Helm, Y-Klettersteigset mit Bandfalldämpfer und Handschuhe. Das Y-Set hat zwei Arme mit Karabinern – so bist du beim Umklinken an jeder Zwischensicherung immer eingehängt. Handschuhe schützen deine Hände an scharfen Stahlseilen, besonders bei langen Touren. Zustiegsschuhe mit halbsteifer Sohle geben auf Krampen und schmalem Fels spürbar mehr Kontrolle als Wanderschuhe.
Die Schwierigkeitsskala reicht von A bis F. A und B sind für Einsteiger gemacht, C und D verlangen bereits alpine Erfahrung, E und F sind Experten-Terrain. Lieber realistisch bleiben, als sich und seine Fähigkeiten zu hoch einzuschätzen und am Ende ein unnötiges Risiko einzugehen.
Klettersteig-Sets
Y-Sets mit Bandfalldämpfer – das Herzstück jeder Klettersteig-Ausrüstung.
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Produktauswahl im Shop ↗
Klettersteigschuhe
Halbsteife Sohle für sicheren Tritt auf Krampen.
Entdecken ↗Alles fürs Klettern
Sets, Helme, Gurte, Schuhe und Zubehör – das komplette Klettern-Sortiment.
Zur Kletter-Ausrüstung ↗Häufige Fragen
Wie gefährlich ist ein Klettersteig bei Gewitter?
Extrem gefährlich. Die fixierten Stahlseile am Klettersteig wirken wie ein Blitzableiter. Bei aufziehendem Gewitter sofort absteigen oder eine Mulde oder Hütte aufsuchen – niemals auf einem exponierten Grat oder an Stahlseilen abwarten. Stählerne Klettersteig-Routen sollten bei Wetterunsicherheit gar nicht erst begonnen werden.
Welchen Sonnenschutz brauche ich beim Wandern in den Bergen?
Mindestens LSF 30, auf Schnee oder Gletscher LSF 50. Die UV-Strahlung nimmt pro 1.000 Höhenmeter um 15–20 % zu – auf 2.500 Metern bekommst du also deutlich mehr ab als im Tal. Sonnencreme alle zwei Stunden nachauftragen, auch an bewölkten Tagen. Sonnenbrille, Kappe und wenn möglich lange Ärmel ergänzen den Schutz.
Darf ich auf eine Hütte auch ohne Voranmeldung?
Grundsätzlich ja – Hütten dürfen niemanden abweisen, der Schutz braucht. In der Praxis bedeutet das aber oft Matratzenlager statt Bett und kein warmes Essen mehr. In der Hochsaison (Juli/August) auf beliebten Routen ist ohne Buchung kaum ein Platz frei. Telefonisch nachfragen schadet nie – die meisten Hüttenwirte sind flexibel, wenn man früh genug anfragt.
Ab welchem Fitnesslevel kann ich einen Klettersteig angehen?
Du solltest Wanderungen mit 600–800 Höhenmetern problemlos bewältigen können und schwindelfrei sein. Kondition ist am Klettersteig oft wichtiger als Kletterkönnen – die Arme arbeiten dabei stark mit. Ein A/B-Steig ist für fitte Wanderer mit Kurs gut machbar. C und höher setzen alpine Erfahrung und geübten Umgang mit der Ausrüstung voraus.
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