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Ein Magazin vonSportFits

Berge & Reisen

Feldsee: vom Caritashaus in den Waldkessel

Blick über Ufergebüsch auf den Feldsee, dahinter dichter Nadelwald unter blauem Himmel
© Hochschwarzwald Tourismus GmbH; Quelle: https://www.hochschwarzwald.de/attraktionen/feldsee-e648a7d50b

Ein Wandertag zum Feldsee ohne Gipfelpflicht: mit Bus zum Caritashaus, am Wasser pausieren und Bärental als Basis für ein paar Tage wählen.

Der Feldsee liegt unter den steilen Hängen des Feldbergs. Du kommst nicht mit dem Auto bis ans Wasser, sondern gehst durch den Wald hinunter. Am Ufer endet der Abstieg, doch dein Wandertag ist damit erst zur Hälfte geschafft: Zur Bushaltestelle am Caritashaus führt derselbe Weg wieder bergauf. Genau das solltest du wissen, bevor du zwischen einem kurzen Seebesuch und einer ausgedehnten Bergtour entscheidest.

Dieser Tag bleibt beim See und verzichtet auf den Gipfel. Für Paare passt der Hin- und Rückweg mit zusätzlicher Seeumrundung; Familien lassen diese Erweiterung weg und planen den Rückanstieg als festen Teil ihrer Kräfte ein. Der Feldsee ist ein bekanntes Ausflugsziel. Wenn du einen einsamen Waldsee suchst, passt der Ort besonders an beliebten Ausflugstagen nicht zu diesem Wunsch.

Bärental ist der Umsteigeort, Caritas-Haus der Wanderstart

Mit der Bahn reist du nach Feldberg-Bärental an der Dreiseenbahn. Von dort führt die Buslinie 7300 hinauf auf den Feldberg; für diesen Zugang heißt die Haltestelle Caritas-Haus. Prüfe die Verbindung für den Besuchstag einschließlich des Rückwegs nach Bärental. Der Bahnhof und der See liegen nicht unmittelbar nebeneinander. Wer nach der Zugankunft einfach losläuft, beginnt eine andere und längere Wanderung.

Der Vorteil des Busses ist hier sehr konkret: Er übernimmt den Weg vom Tal auf die Passhöhe. Zu Fuß bleibst du anschließend auf dem Waldweg zum Feldsee und kehrst zum selben Haltepunkt zurück. Die Beschreibung des Tourismusverbands zur Wanderung von Todtnauberg zum Feldberg bestätigt den Forstweg vom See hinauf zum Caritashaus. Du läufst dieses Teilstück zunächst in Gegenrichtung. Die Zahlen der langen Todtnauberger Gesamttour gehören deshalb nicht in deinen Tagesplan.

Caritashaus–Feldsee: der überschaubare Teil der Planung

Hin und zurück, aus dem offiziellen TVB-Track abgeleitet, ohne Seerunde
rund 4,5 km
Höhenunterschied: auf dem Rückweg wieder bergauf
rund 130 m
Zusätzliche Seeumrundung im offiziellen TVB-Track
rund 1,2 km

Die Streckenlängen sind gerundete Teilstrecken aus dem GPX des Tourismusverbands, keine separat ausgeschilderte Kurzroute mit eigener Zeitangabe. Für die Seeumrundung kommt die Zusatzstrecke zum Hin- und Rückweg hinzu. Pausen und der mögliche Abstecher zur Einkehr zählen ebenfalls extra. Die offizielle Beschreibung des Seesträßles stuft den Zugang als mittel ein. Ein breiter Weg macht den Rückanstieg nicht eben.

Erst hinunter, dann ans Ufer

Am Caritashaus orientierst du dich an der örtlichen Wegweisung Richtung Feldsee und Raimartihof. Bleibe auf dem beschriebenen Forstweg. Der Feldberg bietet auch schmale und steilere Zugänge; ein Name wie Felsenweg bezeichnet keine beliebig austauschbare Abkürzung. Für diesen Tag brauchst du keinen Gipfelweg durch die Karwand und keinen Wechsel auf den Feldbergsteig.

Unten öffnet sich der Blick auf den See und die bewaldeten Hänge. Suche dir einen erlaubten Platz für die Pause und halte den Uferweg frei. Gerade weil viele Menschen dasselbe Motiv sehen möchten, ist das Wasser kein Versprechen auf ungestörtes Sitzen. Der See erfüllt den Wunsch nach einem Bergsee, ohne dass du daraus einen Badetag machst: Im Feldsee gilt Badeverbot.

Zu zweit könnt ihr nach der ersten Uferpause die rund 1,2 Kilometer lange Seeumrundung ergänzen und dabei den Blick auf die gegenüberliegenden Hänge wechseln. Entscheide vor der Runde, ob sie mit dem anschließenden Anstieg und der Busverbindung zusammenpasst. Ein schöner Abschnitt am Wasser ist schnell angehängt; auf dem Rückweg lässt er sich nicht wieder einsparen. Wenn der Untergrund nass oder die Runde gesperrt ist, bleibt es beim erreichten Ufer und dem bekannten Rückweg.

Raimartihof als Einkehr, nicht als Zufahrtsziel

Der Raimartihof ist das vom Tourismusverband benannte Wandergasthaus beim Feldsee. Er liegt nicht am Bus und ist kein Parkplatz für den Seebesuch. Die offizielle Gastronomieseite nennt den Zugang ab Caritashaus über das Seesträßle und weist ausdrücklich darauf hin, dass es keine Autozufahrt zum Hof gibt. Prüfe den Abzweig in der Karte, wenn du die Einkehr in deinen Weg einbauen möchtest.

Der Eintrag nennt außerdem einen Kinderspielplatz. Für Familien kann deshalb die Kombination aus Seebesuch, einem passenden Abstecher zum Hof und Rückanstieg sinnvoller sein als die komplette Uferumrundung. Plane den zusätzlichen Weg zur Einkehr getrennt ein; er steckt nicht automatisch in den gerundeten Kilometern der direkten Strecke. Verlass dich auch nicht auf Bewirtung, ohne sie vor dem Ausflug beim Betrieb zu prüfen.

Die konkrete Familienfassung bleibt beim direkten Hin- und Rückweg von rund 4,5 Kilometern und lässt die zusätzliche Seerunde weg. Mit Kindern, die diesen Umfang noch nicht sicher gehen, ist schon der Abstieg die falsche Probe. Du kannst unten am See nicht in einen Bus steigen. Den entscheidenden Teil der Strecke müsst ihr nach der Pause wieder hinaufgehen können. Festes Schuhwerk und die Fähigkeit, auf nassem Waldboden sicher zu laufen, gehören dazu.

Bärental oder Feldberg-Ort: worauf deine Basis ausgerichtet ist

Bärental ist die passende Basis, wenn du mit der Bahn ankommst und deine Ausflüge über Bahn und Bus verbindest. Der Bahnhof ist der Bezugspunkt, nicht der See. Achte bei der Ortswahl darauf, dass eine Adresse am Hang oder am Rand des Ortsteils einen weiteren Weg zum Bahnhof bedeuten kann. Die Gebietsseite Feldberg im Schwarzwald hilft dir, die Lage der Ausflugsziele im Gebiet einzuordnen.

Feldberg-Ort liegt dagegen oben am Berg, mit den Angeboten rund um Haus der Natur und Feldbergbahn. Das passt, wenn der Aufenthalt vor allem dort stattfinden soll. Für die Ankunft mit dem Zug brauchst du weiterhin den Bus hinauf. Eine Pension in Bärental ist für diesen Bahnausflug die naheliegende Unterkunftsart, wenn du vor oder nach dem Wandertag im Gebiet bleiben möchtest.

Sommer am Wasser, Herbst im Wald

Im Sommer setzt du den Seebesuch in den Mittelpunkt: mit Bus zum Caritashaus, über den Forstweg zum Ufer, dann mit genügend Kraft wieder hinauf. Halte bei Gewitterneigung den Plan kurz; die Lage unter Bäumen ist kein Schutzversprechen. Der See bleibt auch bei warmem Wetter ein Ziel zum Anschauen. Das Badeverbot ändert sich nicht mit der Temperatur.

Im Herbst konzentrierst du dich auf den Waldkessel und die Uferperspektiven, verzichtest bei rutschigem Laub aber auf die zusätzliche Umrundung. Plane die Rückkehr zur Haltestelle vor der Dämmerung und prüfe die letzten passenden Anschlüsse. Im Frühjahr und Winter können Restschnee, Eis oder örtliche Sperren den Zugang verändern; dann ist der Feldsee kein Ziel für diesen Plan.

Wenn du nur einen flachen Spaziergang suchst, wähle ein anderes Ziel. Der Reiz dieses Tages liegt gerade darin, in einen Waldkessel hinunterzugehen und anschließend wieder herauszusteigen. Du bekommst See, Wald und eine mögliche Einkehr, aber keinen Gipfel und keine Abkürzung um den Rückanstieg herum.

SF

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