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Kaufberatung · Advertorial

MIPS-Technologie in Helmen: Wie eine dünne Schicht dein Gehirn schützt

MIPS-Technologie in Helmen: Wie eine dünne Schicht dein Gehirn schützt
Bild aus dem Originalbeitrag · SportFits

MIPS ist mehr als ein gelbes Logo im Helm – das Schutzsystem reduziert Rotationskräfte bei Schrägstürzen. So funktioniert die Technologie.

Das Wichtigste in Kürze

  • MIPS ist kein eigener Helm, sondern eine bewegliche Zwischenschicht, die Rotationskräfte bei schrägen Stürzen reduziert

  • Das System wiegt nur 20–45 Gramm und ist beim Tragen kaum spürbar

  • MIPS steckt in über 150 Marken – von Fahrrad über Ski bis Kletterhelm

  • Passform bleibt wichtiger als Technologie: Ein perfekt sitzender Helm ohne MIPS schützt besser als ein schlecht sitzender mit MIPS

  • Der Aufpreis lohnt sich besonders bei risikoreichen Sportarten mit hohem Sturzpotenzial

Ein Helm schützt den Kopf – so viel ist klar. Doch die meisten Stürze treffen den Helm nicht frontal, sondern schräg. Genau hier setzt MIPS an: Das Multi-Directional Impact Protection System ist eine zusätzliche Schutzschicht, die Rotationskräfte vom Gehirn ableitet.

Was ist MIPS?

MIPS steht für Multi-Directional Impact Protection System – ein Sicherheitssystem, das seit Mitte der 1990er an der KTH Stockholm und am Karolinska-Institut entwickelt wurde. Es ist kein eigener Helm, sondern eine dünne, bewegliche Zwischenschicht zwischen Polsterung und Außenschale. Erkennbar ist ein MIPS-Helm am gelben Logo innen oder außen am Helm. MIPS ergänzt den normgeprüften Helm, ersetzt aber nicht die übliche Schutzfunktion.

Wie funktioniert MIPS?

Im Helm sitzt eine gleitfähige Schicht, die sich bei einem schrägen Aufprall um 10–15 Millimeter relativ zum Kopf bewegen kann. Diese Gleitbewegung verteilt Rotationsenergie über eine größere Fläche im Helmmaterial, bevor die volle Kraft am Kopf ankommt. Das Prinzip kopiert das natürliche Schutzsystem im Kopf: Hirnhäute und Gehirnwasser sorgen ebenfalls für eine minimale Relativbewegung zwischen Schädel und Gehirn.

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KI-generierte Darstellung

Was MIPS konkret bringt

Schräg- und Drehbewegungen können empfindliches Gehirngewebe dehnen und Scherbelastungen auslösen. Diese hängen mit schweren Verletzungen wie Diffuse Axonal Injury oder Subduralhämatomen zusammen. MIPS reduziert die Rotationsbewegung, die bei einem schrägen Aufprall auf das Gehirn übertragen wird. Studien zeigen, dass Helme mit Rotationsdämpfung in Tests geringere Belastungen verursachen als herkömmliche Modelle.

MIPS vs. klassischer Helm – die Unterschiede

EigenschaftKlassischer HelmMIPS-Helm

Schutz bei frontalen Stößen

Ja (EPS-Schaum)

Ja (EPS-Schaum)

Schutz bei Rotationskräften

Eingeschränkt

Zusätzliche Dämpfung

Innenleben

Polsterung + Außenschale

  • bewegliche Gleitschicht

Mehrgewicht

20–45 Gramm

Spürbar beim Tragen

Kaum merkbar

Preis

Basis

Leichter Aufpreis

Normen

CE-geprüft

CE-geprüft + MIPS

In welchen Helmarten steckt MIPS?

MIPS ist ein Lizenzsystem, das inzwischen in über 150 Partnermarken verbaut wird. Die Bandbreite reicht vom City-Fahrradhelm über Ski- und Snowboardhelme bis zum Kletter- und Reithelm. Viele Serien werden parallel als Standard- und MIPS-Variante angeboten – erkennbar am Namenszusatz „MIPS“ im Modellnamen.

City, MTB, Rennrad, E-Bike Fahrrad

Marken wie Giro, POC, ABUS, Smith, Bontrager, Sweet Protection und MET bieten MIPS-Varianten in nahezu allen Preisklassen.

Piste, Park, Freeride Ski & Snow

uvex, POC, Sweet Protection und Giro setzen bei Skihelmen zunehmend auf MIPS – besonders in der mittleren und oberen Preiskategorie.

Fels, Klettersteig, Eis Klettern

Kletterhelme mit MIPS schützen zusätzlich bei seitlichen Anprallern am Fels. Petzl, Black Diamond und Mammut bieten entsprechende Modelle.

Reitsport, Motocross Reiten & Motor

Auch Reit- und Motorradhelme profitieren vom Rotationsschutz. Hier sind MIPS-Modelle vor allem im Premium-Segment verbreitet.

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KI-generierte Darstellung

Für wen lohnt sich MIPS?

MIPS ist besonders sinnvoll bei Sportarten mit höherem Sturzrisiko und typischen Schrägaufprallen. Je höher das Tempo und je unübersichtlicher das Terrain, desto relevanter wird zusätzliche Rotationsdämpfung. Mountainbiken, Rennradfahren im Straßenverkehr, Skifahren abseits der Piste oder Klettern am Fels – überall dort, wo Stürze nicht nur frontal, sondern schräg auftreffen.

Das spricht dafür

  • Reduziert nachweislich Rotationskräfte bei schrägen Stürzen

  • Nur 20–45 Gramm Mehrgewicht – kaum spürbar

  • Verfügbar in über 150 Marken und allen Helmkategorien

  • Einfach erkennbar durch gelbes MIPS-Logo

  • Erfüllt alle gängigen Sicherheitsnormen zusätzlich

Das solltest du abwägen

  • Leichter Aufpreis gegenüber Standard-Varianten

  • Kein Schutz-Garant – Passform bleibt entscheidend

  • Schützt primär bei schrägen, nicht bei rein frontalen Stößen

  • Konkurrenzsysteme wie SPIN oder WaveCel bieten ähnliche Ansätze

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Häufige Fragen zur MIPS-Technologie

Häufige Fragen

Ist ein MIPS-Helm sicherer als ein Helm ohne MIPS?

In Tests zeigen MIPS-Helme geringere Rotationsbelastungen auf Gehirnmodelle als identische Modelle ohne MIPS. Bei typischen schrägen Stürzen bietet MIPS einen zusätzlichen Sicherheitsvorteil – vorausgesetzt, der Helm sitzt korrekt.

Wie erkenne ich, ob ein Helm MIPS hat?

Am gelben MIPS-Logo außen oder im Innenleben des Helms. Zusätzlich tragen MIPS-Modelle meist den Namenszusatz „MIPS“ im Modellnamen. Im Inneren ist eine dünne Kunststoffschale sichtbar.

Macht MIPS den Helm schwerer oder unbequemer?

Das System wiegt nur 20–45 Gramm und ist beim Tragen kaum spürbar. Moderne MIPS-Einsätze sind so dünn konstruiert, dass weder Belüftung noch Tragekomfort beeinträchtigt werden.

Ist MIPS den Aufpreis wert?

Wer regelmäßig in risikoreichen Umgebungen unterwegs ist – Straßenverkehr, Trail, Bikepark, Piste – profitiert am meisten. Der Aufpreis für die MIPS-Variante liegt meist bei 15–30 Euro.

Kann ich MIPS in jedem Helm nachrüsten?

Nein, MIPS wird vom Hersteller direkt in den Helm integriert. Eine Nachrüstung ist nicht möglich. Beim Neukauf lohnt sich der Blick auf die MIPS-Variante des gewünschten Modells.

Gibt es Alternativen zu MIPS?

Ja, Systeme wie POC SPIN, Bontrager WaveCel oder Leatt 360° Turbine verfolgen ähnliche Ansätze zur Rotationsdämpfung. MIPS ist jedoch das am weitesten verbreitete System mit der größten Markenabdeckung.

Fazit: Lohnt sich MIPS?

MIPS ersetzt keinen guten Helm – aber es macht einen guten Helm besser. Wer regelmäßig mit Helm unterwegs ist, profitiert von der zusätzlichen Schutzebene gegen Rotationskräfte. Der geringe Aufpreis und das kaum spürbare Mehrgewicht sprechen dafür, bei der nächsten Anschaffung gezielt nach der MIPS-Variante zu suchen. Entscheidend bleibt: Der Helm muss passen. Erst Größe und Sitz, dann Technologie.

SportFits Redaktion

Thorsten

CMO bei SportFits · Redaktion: evidenzbasierte Fitness, Training & Longevity

Thorsten schreibt im Magazin über Training, Gesundheit und Ernährung – mit einem klaren Anspruch: Inhalte müssen nachvollziehbar, praktisch und frei von Hype sein. Er nutzt Studien, Leitlinien und Erfahrung aus dem Sport-Alltag, ordnet Trends kritisch ein und zeigt immer auch Grenzen, Trade-offs und Alternativen. Sein Fokus liegt auf langfristiger Leistungsfähigkeit: Krafttraining als Basis, sinnvoll dosiertes Ausdauertraining, gute Regeneration und Routinen, die im Alltag wirklich funktionieren. Ernährung: pescetarisch, proteinbewusst, mit Augenmerk auf Sättigung, Energie und Metabolik. Wenn Thorsten Produkte oder Marken erwähnt, dann transparent und nutzenorientiert – Empfehlungen gibt es nur, wenn sie fachlich begründbar sind und zum jeweiligen Einsatz passen.

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