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5 Frühjahrsgipfel in den Alpen, die jetzt schon schneefrei sind

5 Frühjahrsgipfel in den Alpen, die jetzt schon schneefrei sind
KI-generierte Darstellung

Du willst raus, aber die hohen Gipfel tragen noch Schnee? Diese fünf Ziele in Bayern, Tirol, Salzburg und Südtirol sind jetzt schon begehbar.

Warum jetzt die perfekte Zeit für Gipfeltouren ist

Anfang April liegt die Nullgradgrenze in den Ostalpen zwischen 1.000 und 1.900 Metern. Für Hochtouren ist es zu früh, für die Vorberge aber genau richtig. Südhänge und niedrige Gipfel sind jetzt oft schnee- und eisfrei, die Wege trocken, die Luft klar.

Das Frühjahr hat einen besonderen Reiz: Die Täler blühen schon, oben liegt noch Restschnee auf den hohen Gipfeln — das ergibt Panoramen, die es im Sommer so nicht gibt. Dazu kommt: Weniger Menschen auf den Wegen als in der Hauptsaison.

Wir haben fünf Gipfel ausgewählt, die sich für einen Einstieg in die Wandersaison eignen. Alle Touren sind für Einsteiger machbar, bieten echtes Gipfelgefühl und liegen in unterschiedlichen Regionen der Alpen.

Alle 5 Gipfel im Überblick

GipfelHöheRegionGehzeitHöhenmeterSchwierigkeit

Gaisberg

1.287 m

Salzburg (AT)

2,5-3 h

800 hm

T1-T2

Pendling

1.563 m

Kufstein/Tirol (AT)

3-3,5 h

600 hm

T2

Wallberg

1.722 m

Tegernsee/Bayern (DE)

2,5-3 h

930 hm

T2

Völseggspitze

1.834 m

Südtirol (IT)

4-4,5 h

560-900 hm

T2

Spitzstein

1.596 m

Chiemgau/Bayern (DE)

4-4,5 h

860 hm

T2

Gaisberg (1.287 m) — Salzburgs Hausberg

Der Gaisberg ist der einfachste Einstieg in unsere Liste — und vielleicht der mit dem besten Aufwand-Belohnungs-Verhältnis. Ab Glasenbach südlich von Salzburg führt ein gut markierter Weg in knapp drei Stunden zum Gipfel. Die letzten Meter sind flach und aussichtsreich.

Oben erwartet dich ein Panorama, das von der Salzburger Altstadt über den Untersberg bis zum Watzmann reicht. Die Zistelalm bietet sich zur Einkehr an. Wer es gemütlicher will: Der Gipfelrundweg oben ist weitgehend barrierefrei. Und der Bus (Linie 151) fährt bis fast ganz hinauf.

Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Vorderfager, Glasenbach Warum jetzt schneefrei: Niedrige Gipfelhöhe (1.287 m), gut besonnte Wege, Salzburger Becken wärmt schnell auf.

Pendling (1.563 m) — Kufsteins Panoramaberg

Der Pendling ist der Hausberg von Kufstein und einer der dankbarsten Frühjahrsgipfel in Nordtirol. Der Aufstieg ab dem Alpengasthof Schneeberg bei Thiersee ist mit 600 Höhenmetern überschaubar und führt über breite Forstwege und moderate Steige.

Am Gipfel steht das Pendlinghaus mit großer Sonnenterrasse — ein perfekter Platz für eine Pause mit Blick ins Inntal und auf das Kaisergebirge. Bei klarer Sicht reicht das Panorama bis zum Großglockner. Der Föhn im Inntal sorgt dafür, dass dieser Berg besonders früh ausapert.

Ausgangspunkt: Alpengasthof Schneeberg (960 m), Mitterland/Thiersee Warum jetzt schneefrei: Moderate Höhe, warme Föhnwinde im Inntal, südseitige Routenoptionen.

Wallberg (1.722 m) — Tegernsee von oben

Der Wallberg am Tegernsee ist einer der beliebtesten Aussichtsberge in den bayerischen Voralpen — und dank der Wallbergbahn auch für Einsteiger flexibel planbar. Wer die Seilbahn nimmt, hat nur noch rund 100 Höhenmeter zum Gipfel. Wer lieber zu Fuß geht, startet ab Rottach-Egern über den gut markierten Sommerweg.

Oben bietet sich ein 360-Grad-Panorama auf den gesamten Tegernsee, das Mangfallgebirge und bei Föhn bis weit in die Zentralalpen. Das Wallberghaus lädt zur Einkehr ein. Sonnenhänge in Süd- und Südwestexposition sorgen dafür, dass der Sommerweg ab April gut begehbar ist.

Ausgangspunkt: Wallbergbahn Talstation (795 m), Rottach-Egern Warum jetzt schneefrei: Besonnte Süd-/Südwestflanken, bayerische Voralpen apern an Sonnhängen zügig aus.

Völseggspitze (1.834 m) — Dolomiten zum Greifen nah

Die Völseggspitze im Schlern-Rosengarten Naturpark ist der höchste Gipfel unserer Liste — und dank der Südtiroler Alpensüdseite trotzdem früh begehbar. Der mediterrane Klimaeinfluss und die intensive Sonneneinstrahlung sorgen dafür, dass die Saison hier offiziell ab April beginnt.

Der Aufstieg ab Weißlahnbad bei Tiers führt über die legendäre Tschafonhütte mit ihrem hochgelegenen Gemüsegarten. Das Panorama am Gipfel ist spektakulär: Rosengarten, Latemar, Schlern und das Etschtal liegen direkt vor dir. Am Wuhnleger-See spiegelt sich bei Windstille die gesamte Rosengartengruppe.

Diese Tour ist die abwechslungsreichste in unserer Auswahl — UNESCO-Welterbe, Naturpark und Südtiroler Hüttenkultur in einer Wanderung.

Ausgangspunkt: Weißlahnbad bei Tiers (ca. 1.180 m) oder Ums (950 m) Warum jetzt schneefrei: Alpensüdseite, mediterrane Einflüsse, dieses Jahr unterdurchschnittliche Schneelage in den Ostalpen.

Spitzstein (1.596 m) — Chiemgaus Klassiker

Berghütte mit Sonnenterrasse und Wanderern auf einer Almwiese im Frühling
Einkehr gehört zur Frühjahrswanderung dazu — alle fünf Gipfel bieten Hütten oder Almen KI-generierte Darstellung

Der Spitzstein gilt als einer der schönsten Aussichtsberge der westlichen Chiemgauer Alpen — und ist ein Grenzberg zwischen Bayern und Tirol. Ab Sachrang geht es über südseitige Almwiesen aufwärts. Die Wege sind gut markiert und moderat steil.

Besonderer Pluspunkt: Am Berg gibt es gleich zwei Einkehrmöglichkeiten — die Alm auf halber Höhe und das Spitzsteinhaus näher am Gipfel. Der Blick ins Inntal, auf das Kaisergebirge und über das gesamte Chiemgau-Panorama belohnt die 860 Höhenmeter.

Der Spitzstein wird explizit als Frühjahr-bis-erster-Schnee-Tour empfohlen. Südseitige Almwiesen apern hier besonders früh aus.

Ausgangspunkt: Sachrang (772 m), Parkplatz Prienbrücke Warum jetzt schneefrei: Moderate Höhe unter 1.600 m, südseitige Almwiesen, früh begehbar.

Häufige Fragen

Ab wann sind Alpengipfel im Frühjahr schneefrei?

Das hängt von Höhe, Exposition und Schneelage ab. Südhänge unter 1.500 m sind oft ab März begehbar, Nordhänge bis 1.800 m können bis Mai Schnee tragen. Die Nullgradgrenze liegt Anfang April typischerweise bei 1.000-1.900 m. Aktuelle Schneelageberichte helfen bei der Planung.

Brauche ich Grödel für Frühjahrswanderungen?

Dringend empfohlen. Auch wenn der Weg überwiegend schneefrei ist, können auf Nordhängen und in schattigen Passagen vereiste Stellen oder harte Altschneefelder liegen. Grödel wiegen wenig und geben entscheidende Sicherheit.

Welcher dieser Gipfel eignet sich am besten für absolute Anfänger?

Der Gaisberg bei Salzburg. Mit T1-T2 Schwierigkeit, Busanbindung bis fast zum Gipfel und barrierefreiem Rundweg oben ist er der niedrigschwelligste Einstieg. Wer etwas mehr Herausforderung sucht, ist am Pendling gut aufgehoben.

Wie ist das Wetter im April in den Alpen?

Wechselhaft. Warme Sonnentage und kalte Rückschläge können sich abwechseln. Morgens ist es oft klar, nachmittags steigt das Gewitterrisiko. Früh starten und den Wetterbericht checken. Das Zwiebelprinzip bei der Kleidung ist im Frühjahr besonders wichtig.

Sind die Hütten im April schon geöffnet?

Nicht alle. Große, ganzjährig bewirtschaftete Häuser wie das Wallberghaus oder das Pendlinghaus haben in der Regel auch im Frühjahr offen. Kleinere Almen öffnen oft erst ab Mai. Vor der Tour die Hütten-Websites checken.

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SportFits Redaktion

Niklas

Marketing & Sales Manager bei SportFits

Niklas ist Marketing & Sales Manager bei SportFits und hat in Regensburg erfolgreich angewandte Sportwissenschaften studiert. Im Magazin schreibt er über Trainingswissenschaften, Fitness und Longevity – mit einem klaren Anspruch: Trends sollen nicht einfach gefeiert, sondern wissenschaftlich eingeordnet werden. Ob neue Trainingsmethoden oder Supplement-Hypes: Niklas schaut genau hin, trennt Substanz von Marketing und übersetzt Erkenntnisse so, dass Leute sie wirklich im Alltag anwenden können. Neben Fitness- und Gesundheitsthemen widmet er sich auch der Frage, was im Outdoorsegment heute wirklich zählt. Gerade weil das Angebot an Marken, Produkten und Technologien immer größer wird, will Niklas Orientierung geben: ehrliche Fakten statt leere Werbesprache, verständliche Einordnung statt Buzzwords – und Inhalte, auf die man sich verlassen kann. Sein Ziel ist es, Kunden dabei zu helfen, bessere Entscheidungen zu treffen und im Produkt-Dschungel eine klare Linie zu finden. Privat ist Niklas sportlich breit aufgestellt: Er spielt Fußball, trainiert regelmäßig im Fitnessstudio und ist gerne in den Bergen unterwegs – egal ob für aktive Touren, frische Luft oder einfach, um den Kopf frei zu bekommen.

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