SportFits
Kaufberatung

Feel good, ride better: Was Gonso Bikebekleidung wirklich auszeichnet

Niklas·
16. Juli 2026
·
8 Min.
Feel good, ride better

Feel good, ride better

Seit 100 Jahren steht Gonso für Radbekleidung, die jedem Körper passt. Seit 2025 mit neuem Look und einer klaren Botschaft.

Gonso seit 1926: Von der Schwäbischen Alb in den Sattel

1926 gründete Johannes Gonser eine kleine Näherei in Onstmettingen auf der Schwäbischen Alb. Was als regionale Textilmanufaktur begann, wurde über Generationen zu einer der bekanntesten Radsportmarken Europas. Der Name GONSO ist dabei kein Zufall: Er kombiniert den Familiennamen Gonser mit dem Gründungsort Onstmettingen.

Den entscheidenden Schritt in den Radsport unternahm Hans Gonser in den frühen 1980er Jahren. Er fokussierte die Produktion konsequent auf Fahrradbekleidung – und setzte dabei einen Meilenstein, der den Markt bis heute prägt: Gonso gilt als Erfinder der ersten synthetisch gepolsterten Radhose in Deutschland. Wer heute eine Radhose mit Pad kauft, nutzt eine Idee, die in Onstmettingen entstand.

Feel good, ride better: Das neue Gonso

gonso-gravel-s26-7874_96dpi

Seit der Frühjahr-/Sommer-Kollektion 2025 tritt Gonso mit einem neuen Logo und einem weiterentwickelten Look and Feel auf. Der Markenkern ist geblieben, geschärft wurde die Kommunikation. Der neue Claim „Feel good, ride better" bringt das Versprechen auf den Punkt: Es geht um das konkrete Fahrgefühl, das gute Kleidung erzeugt.

Der Anspruch der Marke lautet: Radbekleidung mit perfekter Passform für jeden Körper, jeden Fahrstil – und frei von allem, was nicht wesentlich ist. Das ist bewusst kein reiner Rennrad-Ansatz. Gonso designt für Tourenfahrer, ambitionierte Freizeitfahrer und alle, die täglich im Sattel sitzen. Wer sich am Rad wohlfühlt, fährt automatisch besser. Das ist die Logik dahinter.

Praktisch bedeutet das eine Designsprache, die clean und zeitlos ist, keine überladenen Grafiken, keine Neon-Farbgebung, die nach einer Saison veraltet wirkt. Die neue Kollektion setzt auf ein Farbspektrum, das zwischen erdigen Tönen und frischen Akzenten pendelt – vielseitig kombinierbar und für regelmäßige Ausfahrten konzipiert, nicht für den einmaligen Showeffekt auf der Messe.

Die SQlab-Kooperation: Was das Polster wirklich leistet

Die SQlab GO Serie ist das Produkt einer Kooperation zwischen zwei Spezialisten: Gonso bringt die Schnittexpertise für Radhosen mit, SQlab die ergonomische Polsterentwicklung. SQlab ist vor allem bekannt durch ihre Sättel, Lenker und Ergonomie-Produkte – die Zusammenarbeit mit Gonso überträgt diese Expertise direkt in das Sitzpolster der Radhose.

Das Ergebnis ist ein Polster, das nur 6 mm dünn ist, dabei aber eine Eigenschaft mitbringt, die normale Schaumstoff-Pads nicht haben: eine dünne Schicht aus orthopädischem TPE-Gel auf der Unterseite. TPE-Gel wurde ursprünglich für medizinische Anwendungen entwickelt und hat eine entscheidende Fähigkeit – es nimmt Scherkräfte auf. Scherkräfte sind laut SQlab die primäre Schmerzursache beim Radfahren: Nicht die Drucklast allein, sondern die seitliche Reibung im Sitzknochen-Bereich, die beim Pedalieren entsteht.

SQlab GO Bib Cargo M & W: Das Flaggschiff

gonso-road-s26-6524_96dpi

Das SQlab GO Bib Cargo ist ein Highlight der Serie, weil es mehrere Bedürfnisse gleichzeitig löst: Langstreckenkomfort, Stauraum und sicherer Sitz.

Das Material (80 % Polyamid, 20 % Elasthan) ist leicht, elastisch und sehr körpernah: 230 g wiegt die Hose im Schnitt. Der Schnitt ist Tight Fit – die Hose sitzt eng, bewegt sich mit, fällt aber nicht auf. Der Mesh-Einsatz im Rückenbereich des Trägersystems sorgt für Belüftung genau dort, wo Trägerhosen bei Hitze oft zum Problem werden.

Die seitlichen Oberschenkeltaschen machen das Modell alltagstauglicher als klassische Bib Shorts: Smartphone, Energieriegel, Schlüssel oder Gelpackungen sind griffbereit und bewegen sich nicht. Das reduziert die Abhängigkeit von Trikottaschen auf Touren – praktisch für alles zwischen Gravel-Ausfahrt und längerer Tagesrunde.

Der Antirutsch-Beingummi am Beinabschluss hält die Hose an Position, ohne einzuschneiden. In Kombination mit dem breiten, weichen Trägersystem ergibt sich ein Tragekomfort, der auch nach mehreren Stunden im Sattel nicht unangenehm wird. Das Polster passt sowohl für Männer- als auch für Damenmodell – Gonso und SQlab haben beide anatomisch angepasst.

Modell
SQlab GO M / W
Besonderheit
Kurzhose ohne Träger, kompakt
ab Preis
ab 129,95 €
Modell
SQlab GO BIB M / W
Besonderheit
Trägerhose, klassisch
ab Preis
ab 159,95 € / 149,95 €
Modell
SQlab GO Bib Cargo M / W
Besonderheit
Trägerhose + Oberschenkeltaschen
ab Preis
ab 179,95 €
Modell
SQlab GO BIBX M / W
Besonderheit
Thermo-Trägerhose für kältere Temperaturen
ab Preis
ab 179,95 €
Modell
SQlab GO U M / W
Besonderheit
Unterhose, kompatibel mit losen Hosen
ab Preis
ab 99,95 €
Die komplette Serie im Überblick

Road Jersey M & W: Trikot ohne Schnörkel

Das Road Jersey ist Gonsos Antwort auf eine einfache Frage: Wie soll ein Trikot aussehen, das auf dem Rad nicht auffällt, aber zuverlässig funktioniert? Die Antwort ist slim, technisch und auf das Wesentliche reduziert – kein überdesigntes Statement-Piece, sondern ein verlässlicher Alltagsbegleiter für regelmäßige Ausfahrten.

Das Material: 84 % Polyester, 16 % Elasthan. Atmungsaktiv, schnelltrocknend, mit hoher Bewegungselastizität – die üblichen Anforderungen, gut erfüllt. Der Slim Fit sorgt für eine körpernahe Passform, die aerodynamisch genug für sportliche Tempofahrten ist, ohne beengend zu wirken. Der durchgehende Frontreißverschluss ermöglicht individuelle Belüftung, die drei Rückentaschen bieten ausreichend Stauraum für Longrides.

Was das Road Jersey von Rennrad-Trikots klassischer Marken abhebt, ist das Design-Versprechen: zeitlos statt saisonal. Gonso verzichtet auf laute Prints und wechselnde Muster-Grafiken – die Farbpalette für SS 2025 setzt auf solide, kombinierbare Töne, die auch nach mehreren Saisons nicht veraltet wirken.

Häufige Fragen zu Gonso Cycling Wear

Über den Autor

Niklas

Marketing & Sales Manager bei SportFits

Niklas ist Marketing & Sales Manager bei SportFits und hat in Regensburg erfolgreich angewandte Sportwissenschaften studiert. Im Magazin schreibt er über Trainingswissenschaften, Fitness und Longevity – mit einem klaren Anspruch: Trends sollen nicht einfach gefeiert, sondern wissenschaftlich eingeordnet werden. Ob neue Trainingsmethoden oder Supplement-Hypes: Niklas schaut genau hin, trennt Substanz von Marketing und übersetzt Erkenntnisse so, dass Leute sie wirklich im Alltag anwenden können. Neben Fitness- und Gesundheitsthemen widmet er sich auch der Frage, was im Outdoorsegment heute wirklich zählt. Gerade weil das Angebot an Marken, Produkten und Technologien immer größer wird, will Niklas Orientierung geben: ehrliche Fakten statt leere Werbesprache, verständliche Einordnung statt Buzzwords – und Inhalte, auf die man sich verlassen kann. Sein Ziel ist es, Kunden dabei zu helfen, bessere Entscheidungen zu treffen und im Produkt-Dschungel eine klare Linie zu finden. Privat ist Niklas sportlich breit aufgestellt: Er spielt Fußball, trainiert regelmäßig im Fitnessstudio und ist gerne in den Bergen unterwegs – egal ob für aktive Touren, frische Luft oder einfach, um den Kopf frei zu bekommen.

Alle Artikel von Niklas