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Kaufberatung

Ternua Klimmer Jacket im Praxistest: leichte Allrounder-Shell für Tour und Alltag

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16. Juli 2026
·
6 Min.
Die Ternua Klimmer Jacket im Praxistest

Die Ternua Klimmer Jacket im Praxistest

Vier Wochen auf Tour und im Alltag: Wie schlägt sich die leichte, nachhaltige Wetterschutz-Shell wirklich?

Die Klimmer Jacket in Zahlen

610g
Gewicht (Herren)
20.000mm
Wassersäule
20.000g/m²/24h
Atmungsaktivität
3Lagen
SHELLTECH Active Flex

Erster Eindruck: leicht und hochwertig

Schon beim Auspacken fällt Jonas eines sofort auf: das geringe Gewicht. Die Klimmer Jacket fühlt sich federleicht an und lässt sich klein zusammenlegen. Perfekt, um sie sicherheitshalber im Rucksack mitzunehmen, ohne sie zu spüren. Der erste Griff bestätigt den hochwertigen Eindruck, Verarbeitungsmängel sind keine zu finden.

Bei der Größe zahlt sich ein Blick in die Tabelle aus: Unser Tester Jonas Rhau (1,77 m, 78 kg) lag zwischen M und L und entschied sich für L, die richtige Wahl. Die Jacke sitzt im Regular Fit angenehm und lässt noch genug Platz für eine wärmende Schicht darunter. Solo wie im Lagen-Look bleibt die Bewegungsfreiheit hoch. Das liegt auch am Materialmix mit Elasthan, der der Shell etwas Stretch verleiht.

Produkttester mit geschlossener Kapuze der Ternua Klimmer Jacket im Regen auf einem Waldweg

Wetterschutz im Test: Wind, Regen, Belüftung

Über vier Wochen war die Jacke bei ganz unterschiedlichem Wetter im Einsatz. Wind und moderaten Regen steckt sie problemlos weg. Nach einem Schauer, als die Temperatur schnell wieder anstieg, blieb der Tragekomfort angenehm. Dafür sorgen vor allem die beiden Belüftungszipper unter den Achseln. Auch der Zwei-Wege-Frontreißverschluss hilft, Hitze gezielt abzulassen.

Jetzt die ehrliche Einordnung zum Regen: Technisch ist die Klimmer eine echte Hardshell mit 20.000 mm Wassersäule, verschweißten Nähten und wasserdichten Reißverschlüssen. Jonas blieb auch nach 45 Minuten im Regen darunter trocken. Bei längerem, kräftigem Regen saugt sich der Außenstoff mit der Zeit voll. Der Abperleffekt lässt nach, und die Jacke braucht danach etwas Zeit zum Trocknen. Für einen ganzen Tag im Dauerregen würde Jonas zusätzlich eine dedizierte Regenjacke einpacken. Für Schauer, wechselhaftes Wetter und den Alltag reicht der Schutz locker.

Atmungsaktivität und Tragekomfort

Beim Tragekomfort sammelt die Klimmer klare Pluspunkte. Solo getragen bleibt man auch bei Anstrengung angenehm trocken, die Atmungsaktivität von 20.000 g/m²/24h macht sich bemerkbar. Ein Tipp aus der Praxis: Wenn du im Lagen-Look unterwegs bist, sollte auch die Schicht darunter atmungsaktiv sein. Bei wechselhaftem Wetter und einer weniger funktionalen Zwischenschicht kam Jonas sonst schneller ins Schwitzen.

Unterm Strich überzeugt die Kombination aus geringem Gewicht, Stretch-Anteil und guter Belüftung. Die Jacke fühlt sich nie wie eine steife Plastiktüte an. Sie bewegt sich mit.

Ausstattung: Taschen, Kapuze, Verstellbarkeit

Bei der Ausstattung wird Jonas regelrecht zum Fan. Vier große, geräumige Taschen bieten viel Stauraum, die beiden Brusttaschen sind auch mit angelegtem Hüftgurt gut erreichbar. Dazu kommen eine wasserabweisende Ärmeltasche und eine Innentasche fürs Handy.

Über Gummizüge und Klettverschlüsse lassen sich Ärmelbündchen, Saum und die 3D-Kapuze schnell an Wind und Wetter anpassen. Ein kleiner, aber feiner Kinnschutz verhindert, dass der Reißverschluss am Hals scheuert. Alles wirkt durchdacht und sitzt dort, wo man es braucht.

Produkttester trägt die Ternua Klimmer Jacket beim Zeltaufbau im Wald

Material und Nachhaltigkeit

Das Material macht einen wertigen und robusten Eindruck. Ob Äste im Unterholz oder ein aufgeregter Hund, der einen anspringt: Die Jacke steckt das klaglos weg. Nach vier Wochen fand Jonas nur zwei winzige Scheuerstellen. Die Nähte sind sauber verarbeitet, die Reißverschlüsse wirken sauber versiegelt. Flecken ließen sich leicht abreiben, Schweißgeruch war nach dem Lüften kein Thema.

Besonders positiv: der Nachhaltigkeits-Ansatz. Die Klimmer besteht aus recyceltem Polyamid, unter anderem aus alten Fischernetzen, kombiniert mit einem Elasthan-Anteil für den Stretch. Sie ist bluesign®- und OEKO-TEX®-zertifiziert und wird mit einer PFC-freien Imprägnierung behandelt. Wer Wert auf verantwortungsvoll produzierte Ausrüstung legt, findet hier ein starkes Gesamtpaket.

Design und Alltagstauglichkeit

Optisch ist die getestete Zweifarb-Kombi aus hellem Orange und einem beerigen Ton ein echter Hingucker. Im Gelände sorgt das kräftige Orange zusätzlich für gute Sichtbarkeit, praktisch beim abendlichen Radeln oder auf gemeinsamen Touren. Und im Alltag? Funktioniert genauso: Jonas kombiniert den hellen Ton gerne mit dunkler Kleidung und trägt die Jacke draußen genauso wie beim Einkaufen, wenn es wieder einmal zu regnen anfängt.

Genau das ist die Stärke der Klimmer. Sie ist auf kein Einsatzgebiet festgelegt, sondern ein verlässlicher Begleiter für viele Gelegenheiten.

Zweifarb-Design mit gutem Kontrast: auf Tour ein Hingucker und gut sichtbar.
Produkttester mit Rucksack in der Ternua Klimmer Jacket auf einer Wiese am Waldrand

Pro und Contra im Überblick

Vorteile

  • Sehr leicht (rund 610 g) und gut komprimierbar
  • Hoher Tragekomfort mit viel Bewegungsfreiheit, auch über einer Zwischenschicht
  • Gute Belüftung über Achselzipper und Zwei-Wege-Frontreißverschluss
  • Vier geräumige Taschen und rundum verstellbare Kapuze, Ärmel und Saum
  • Nachhaltig: recyceltes Polyamid, bluesign®- und OEKO-TEX®-zertifiziert, PFC-frei
  • Robustes Material, das Alltag und Unterholz gut wegsteckt

Nachteile

  • Außenstoff saugt sich bei langem Regen voll und braucht danach Zeit zum Trocknen
  • Keine Isolationsjacke – bei Kälte ist eine wärmende Schicht nötig
  • Bei Dauer-Starkregen ist eine zusätzliche, dedizierte Hardshell die sicherere Wahl